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Mit dem Rad nach Randa

Sport und Kultur in einer Tour

 

mallorca_radsport_01Meine Kollegen und ich reisten mit leichtem Gepäck. In jeder Hinsicht, denn wir wollten hoch hinaus. 11,8 Kilo Fahrrad, gut verpackt, und 20 Kilo im Koffer - das sollte reichen, um eine Woche auf Mallorca zu verbringen. Vornehmlich auf dem Fahrrad. Los ging es von München nach Palma.

 

Für uns Strategen der Strecke war Can Pastilla in der Nähe von Palma ein geeigneter Standort. Ein schönes Ferienhaus für sechs Personen, keine vorgegebenen Essenszeiten und die frühlingshaften Abende nutzen, um später den Grill in Gang zu setzen: Einmal im Jahr schwingen wir uns bei unserem Männerurlaub auf's Rad und treten, was das Zeug hält. Da wir Aktivurlaub mit ein bisschen Historie vereinbaren wollten, hatten wir uns über schöne Ziele vorab informiert und geplant, wohin die Reise auf dem Rad gehen sollte.

 

Nach Randa mit dem Rad und von dort aus zu dem schönen Gipfelplateau in rund 540 Meter Höhe war eine Etappe, die sich gleich am Tag nach unserer Ankunft schon sehen lassen konnte. Und später am Abend auch spüren. Fünf Kilometer geht es auf serpentinenartigen Straßen bergauf, um zu den drei Klöstern zu gelangen. Romantische Namen wie das Oritorio de Nuestra Senyora de Gràcia, Santuari de Sant Honorat und Nuestra Senyora de Cura de Randa, eine der ältesten Wallfahrtsstätten Mallorcas aus dem 13. Jahrhundert, gaben mit ihren Jahrhunderte alten Mauern ein Stück Mallorca von Anno Dazumal preis.

 

Da wir den Osten der Insel kennenlernen wollten, ohne vor dem „Aufstieg" aus der Puste zu kommen, fuhren wir mit zwei Mietwagen nach Porto Cristo, um von dort aus den Berg  „San Salvador" zu erklimmen. Rund 25 Kilometer sind es von dem schönen Hafenstädtchen auf der Küstenstraße, vorbei an Fincas auf dem Land, einigen Villen und Ferienhäusern aus Naturstand. Und dann Richtung Porto Colom zuerst nach links bis zu der Abzweigung nach rechts, wo es bald bergauf geht. Der Blick über die Insel Mallorca war einmalig, denn bei blauem Himmel mit ein paar Schleierwolken konnten wir sogar das Tramuntana-Gebirge sehen. Das festungsähnliche Gebäude auf dem Gipfel und die prunkvolle Klosterkirche, der hohe Turm mit der Christusstatue: All das ist bis heute das Ambiente für viele Menschen, die, ob mit dem Rad oder mit dem Auto, den San Salvador hinauf fahren, um dort im Freien Paella zuzubereiten oder in dem Restaurant zu essen.

 

Wir kommen gern wieder. Im Sommer, das versteht sich von selbst, ohne Rad. Aber mit Kind und Kegel.

 

Autor Johannes Kornfeld

(Bildquelle mauna_kea - http://www.pielio.de/)

 

 
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